Auf einen Blick:

  • Die 42-€-Pauschale für Pflegehilfsmittel (PG 54) bietet ein stabiles, planbares Geschäftsmodell
  • Händler können ihre Marge gezielt über drei Hebel steigern: Einkauf, Automatisierung und Kundenwachstum
  • Automatisierte Prozesse sparen im Schnitt 12–15 Minuten pro Kunde und Monat
  • Das Pflegehilfsmittelparadies ermöglicht eine durchgängige, digitale Prozesskette – inkl. Fulfillment und Abrechnung

Ein stabiler Markt mit planbaren Einnahmen

Seit dem 1. Januar 2022 liegt die monatliche Pauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bei 42 € (§ 40 SGB XI).

Der große Vorteil: → Die Einnahmen pro Kunde sind klar definiert und langfristig planbar.

Damit bietet der Markt eine solide Grundlage – entscheidend ist, wie effizient die eigene Struktur aufgestellt ist.

Wo heute die größten Chancen liegen

Ein typisches Pflegebox-Set besteht aus Produkten wie Bettschutzeinlagen, Handschuhen oder Desinfektionsmitteln.

Während sich Marktpreise im Einkauf und Versand verändern, entsteht der größte wirtschaftliche Spielraum an anderer Stelle:

In der Optimierung der eigenen Prozesse.

Denn die Marge wird nicht nur im Einkauf entschieden, sondern vor allem in der Effizienz der gesamten Abwicklung.

Die 3 wichtigsten Hebel für mehr Marge

1. Einkauf strategisch optimieren

Ein wesentlicher Hebel liegt im Einkauf – gleichzeitig ist er für einzelne Anbieter oft schwer allein zu optimieren.

Das Pflegehilfsmittelparadies übernimmt diesen Schritt im Rahmen des Fulfillments zentral und bündelt die Nachfrage über alle angeschlossenen Partner.

Der Vorteil: Durch die großen Abnahmemengen können bessere Konditionen mit Herstellern erzielt werden.

  • Bündelung von Volumen über viele Partner
  • Direkte Verhandlungen mit Herstellern
  • Kontinuierliche Optimierung der Einkaufspreise

→ Partner profitieren automatisch von Skaleneffekten – ohne eigene Einkaufsverhandlungen oder Lagerhaltung.

2. Verwaltungskosten durch Automatisierung senken

Der größte Hebel liegt in der Verwaltung.

Viele Prozesse – von der Antragserstellung (eKV) bis zur Abrechnung – lassen sich heute vollständig digital abbilden.

Typische manuelle Aufgaben:

  • Kundendaten prüfen
  • eKV erstellen
  • Genehmigungen verfolgen
  • Abrechnung erstellen
  • Dokumentation pflegen

Diese Schritte lassen sich weitgehend automatisieren.

Ergebnis: Im Durchschnitt werden 12–15 Minuten pro Kunde und Monat eingespart

Bei 200 Kunden entspricht das:

  • rund 40–50 Stunden weniger Aufwand pro Monat
  • deutliche Entlastung im Tagesgeschäft

Mit Lösungen wie dem Pflegehilfsmittelparadies lassen sich diese Prozesse zentral steuern – von der Antragserstellung bis zur Abrechnung.

3. Mehr Kunden – ohne mehr Aufwand

Effiziente Prozesse ermöglichen echte Skalierung:

  • Ein Mitarbeiter kann mehrere hundert Kunden betreuen
  • Fixkosten bleiben stabil
  • Der Deckungsbeitrag wächst mit jedem zusätzlichen Kunden

→ Wachstum wird planbar und wirtschaftlich sinnvoll.

Typische Wachstumshebel:

  • Digitale Antragsstrecken (z. B. Boxenkonfigurator auf der eigenen Website)
  • Automatische Übernahme in die Kundenverwaltung
  • Kooperationen mit Pflegediensten

Praxisbeispiel: Warum Prozesse entscheidend sind

Der größte wirtschaftliche Unterschied entsteht oft nicht im Einkauf – sondern in der Abwicklung.

Ein vereinfachtes Beispiel:

Ein Produkt wird im Einkauf um 0,10 € günstiger eingekauft.

Das klingt zunächst positiv – tatsächlich entstehen jedoch an anderer Stelle zusätzliche Kosten:

  • +0,4531 € Logistikkosten pro Produkt
  • –0,10 € Ersparnis im Einkauf

→ ergibt +0,3531 € Mehrkosten pro Produkt

Hochgerechnet auf den Alltag:

Bei 1.000 Pflegeboxen pro Monat mit durchschnittlich 5 Artikeln pro Box:

  • 5.000 Produkte × 0,4531 € Logistikkosten = 2.265,50 €
  • –500 € Einsparung im Einkauf

1.765,50 € Mehrkosten pro Monat21.186 € Mehrkosten pro Jahr

Fazit aus dem Beispiel:

Der wahre Vorteil entsteht nicht im Einkauf – sondern im Prozess.

Während kleine Preisvorteile schnell durch Logistik, Handling und Verwaltung aufgezehrt werden, liegt der entscheidende Hebel in effizienten, skalierbaren Abläufen.

FAQ

Wird die 42-€-Pauschale 2026 erhöht?

Aktuell gibt es keine offizielle Ankündigung. Unabhängig davon bleibt das Modell wirtschaftlich attraktiv – insbesondere bei effizient aufgestellten Prozessen.

Wie hoch ist die realistische Marge pro Pflegebox?

Je nach Struktur liegt die Marge typischerweise zwischen ca. 5 € und 19 € pro Kunde und Monat. → Der größte Hebel liegt in der Prozess- und Verwaltungseffizienz.

Lohnt sich eine Software auch bei kleineren Mengen?

Ja. Bereits ab ca. 50 Kunden entstehen deutliche Zeit- und Kostenvorteile.

Welche Kombination ist besonders attraktiv?

Viele Anbieter kombinieren PG 54 (Verbrauchshilfsmittel) mit PG 52 (Hausnotruf), um sowohl Volumen als auch zusätzliche Margenpotenziale zu erschließen.

Wie lassen sich Einkaufskosten optimieren?

Durch gebündelte Einkaufsmengen, direkte Herstellerverhandlungen und eine gezielte Sortimentssteuerung. → Zentrale Fulfillment-Lösungen können hier zusätzliche Vorteile schaffen.

Fazit: Ein starkes Modell – mit den richtigen Stellschrauben

Die 42-€-Pauschale bietet weiterhin eine stabile und attraktive Grundlage.

Der Unterschied liegt in der Umsetzung:

  • Einkauf strategisch optimieren
  • Prozesse digitalisieren
  • Skalierung ermöglichen

→ Wer diese Hebel nutzt, kann seine Marge nachhaltig steigern und gleichzeitig effizient wachsen.